Warum manche Diäten nicht funktionieren

Leider hat sich der Begriff Diät in unserem Sprachgebrauch etwas verändert und wird nun immer mehr mit dem negativen Beigeschmack „Hungern um abzunehmen“ verwendet. Das Wort „Diät“ stammt vom altgriechischen „diaita“ ab, was so viel wie „Lebensführung“ bedeutet. Daher sollte eine Diät auch so gewählt werden, dass sie nicht nur kurzfristig die Pfunde purzeln lässt und der Jojo-Effekt die Kilos wieder bringt, sondern vielmehr als beständige Lebensweise geführt werden. Ich spreche daher gerne von Ernährungsumstellung statt Diät.

Was aber passiert nun bei einer solchen Crash-Diät und warum kommen die Kilos wieder?

Unser Körper war vor Urzeiten darauf eingestellt, bei einem reichhaltigen Nahrungsangebot Vorräte in Form von Energie-Fettreserven anzulegen, um davon bei Nahrungsmittelknappheit zehren zu können. In unseren heutigen Industrienationen kommt es jedoch kaum noch zu Nahrungsmittelknappheiten, unser Stoffwechsel ist dem des Urmenschen jedoch nach wie vor sehr ähnlich. Das bedeutet, reduziert man die Nahrungsaufnahme drastisch verlangsamt sich der Stoffwechsel entsprechend, es wird weniger Energie benötigt. Der Körper reagiert mit Gewichtsverlust. Um aber sein Wunschgewicht zu erreichen, müsste man die Kalorienzufuhr stetig reduzieren. Hat man dann endlich sein Wunschgewicht erreicht und kehrt wieder zur vorherigen, gewohnten – meist genussvolleren Lebensweise! - zurück, so erkennt der Körper „aha, jetzt ist die Hungersnot vorbei, lieber gleich ein paar Reserven anlegen!“ Die Folge ist das Gewicht zur Ausgangssituation oder sogar noch das ein oder andere Kilo mehr...

„Dann mach ich doch einfach die nächste Diät!“

Leichter gesagt als getan: die Problematik besteht darin, dass der Gewichtsverlust in den  ersten Wochen einer Diät rasch voranschreitet (ca. 2-3 kg), jedoch wird nicht das ungeliebte Körperfett sondern überwiegend Körperwasser abgebaut. Wird die Diät nun weiterhin durchgeführt oder sogar extremer, so kommt es neben dem geringen Körperfettabbau auch zum nicht ungefährlichen Abbau von Muskulatur, Organproteinen und Enzymen.

Dem kann durch eine Ernährungsumstellung in Verbindung mit angemessenem Sport entgegen gewirkt werden. Die Erfolge stellen sich mitunter langsamer ein, dafür aber dauerhaft! Realistisch ist ein Körperfettverlust von ca. 1 – 1,2 kg pro Monat. Jetzt denken Sie bestimmt:„so wenig?“.
Veranschaulichen lässt sich diese Menge anhand von handelsüblichem Fritierfett. Diese „Fettstangen“ haben nämlich genau 1 kg Fett – und das ist nicht wenig! Außerdem verliert man dabei ja nicht nur Fett, sondern natürlich auch Körperwasser & Co., aber eben auf gesundem Wege.

Und sind wir doch mal ehrlich: andauernd Kohlsuppe, die ganze Zeit nur Verzicht und kaum noch Genuss?

Wählen Sie lieber eine Ernährungsumstellung, statt einer Crash-Diät.  Lassen Sie sich professionell beraten, um Ihre Figur dauerhaft wünschenswert zu verändern und trotzdem nicht auf Genuss zu verzichten.

Denn es geht um Ihre Gesundheit!
 

 

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